Brand

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Brand [brant], der; -[e]s, Brände ['brɛndə]:
1. starkes Brennen; großes, vernichtendes Feuer:
ein Brand brach aus; die Feuerwehr löschte den Brand.
Syn.: Flammen <Plural>;
etwas in Brand stecken/setzen: etwas in zerstörerischer Absicht anzünden:
unbekannte Täter hatten mehrere Autos in Brand gesetzt.
2. (ugs.) starker Durst:
einen tüchtigen Brand haben; seinen Brand mit Bier löschen.

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Brạnd1 〈m. 1u
1. Feuer, Feuersbrunst (Dachstuhl\Brand)
2. das Brennen, Ausglühen (von Porzellan, Ziegeln)
3. Feuerung, Heizmaterial
4. 〈fig.; geh.〉 Hitzegefühl, große Erregung
5. 〈umg.〉 Durst
6. 〈Bot.; Bez. für〉 verschiedene Pflanzenkrankheiten, die Ähnlichkeit mit äußerer Verbrennung haben (Mais\Brand)
7. 〈Med.〉 Absterben von Körperzellen
● einen \Brand eindämmen, entfachen, löschen; einen tüchtigen \Brand haben 〈umg.〉; in \Brand geraten; ein Haus, einen Wohnwagen in \Brand stecken; der Dachstuhl stand in \Brand brannte [<ahd. brant „brennendes Stück Holz, verwüstendes Feuer“; → brennen] Siehe auch Info-Eintrag: brand... - info!
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Brand2 〈[bræ̣nd] n. 15〉 = Branding

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1Brạnd , der; -[e]s, Brände [mhd., ahd. brant, zu mhd. brinnen, ahd. brinnan, brennen]:
1.
a) großes, vernichtendes Feuer, Feuersbrunst, Schadenfeuer:
ein verheerender B.;
ein B. bricht aus, greift um sich;
einen B. verursachen, löschen, eindämmen;
b) das Brennen, In-Flammen-Aufgehen:
beim B. der Scheune sind mehrere Tiere umgekommen;
etw. in B. halten/erhalten (dafür sorgen, dass es weiterbrennt);
Ü den B. (geh.; die heftige u. schmerzliche Leidenschaft) des Hasses, des Ehrgeizes [im Herzen] spüren;
in B. setzen/stecken (in zerstörerischer Absicht anzünden: die Scheune in B. setzen/stecken);
c) <meist Pl.> etw. Brennendes:
Brände auf etw. schleudern.
2. (Handwerk) das Brennen (6 a):
der B. von Ziegeln, von Porzellan.
3. (landsch.) Heizmaterial, Hausbrand (2):
keinen B. mehr im Keller haben.
4. (ugs.) starker Durst:
seinen B. mit Bier löschen;
einen tüchtigen B. haben, bekommen.
5. <o. Pl.>
a) (Med.) Absterben von Gewebszellen:
trockener B. (infolge von Durchblutungs- u. Ernährungsstörungen);
feuchter B. (infolge hinzutretender bakterieller Fäulnis);
den B. haben, bekommen;
b) (Biol.) eine bes. durch Pilze hervorgerufene Pflanzenkrankheit.
6. Branntwein:
ein B. aus Beeren, Zuckerrohr, Getreide.
2Brand [brænd], der, auch; das; -[s], -s, selten: die; -, -s [engl. brand = Marke (2 a); Brandmal] (Wirtsch.):
Marke (2 a), Markenartikel, Markenfirma.

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I
Brand,
 
1) allgemein: nicht vorhersehbares, selbstständig sich ausbreitendes Feuer, das Schaden an Personen und Sachwerten (Schadenfeuer) verursacht. Voraussetzungen für einen Brandausbruch sind: Zündtemperatur, Luftsauerstoff, brennbares Material. Verteilungsgrad und Sauerstoffanteil bestimmen die Form des Brands: Glimmbrand, Schwelbrand oder offene Flamme. Gase und Dämpfe verbrennen nur mit Flammen, flüssige Stoffe nach Übergang in Dampfform mit Flamme, feste Stoffe mit Glut oder Flammen oder Glut und Flammen. Als Brandursachen kommen in Frage: Naturgewalt (Blitzschlag), technische Defekte, Brandstiftung, bauliche und betriebliche Mängel, Selbstentzündung oder menschliches Fehlverhalten. - Brandmeldeanlage Feuermeldeanlage.
 
 2) Keramik: Brennen, die in ihrem Temperatur-Zeit-Verlauf (mit Aufheizphase, eigentlicher Brand, Abkühlphase) genau gesteuerte Wärmebehandlung keramischer Gegenstände in keramischen Öfen. Ziel des Brands ist es, aus dem weichen Rohmaterial den harten keramischen Scherben zu machen; dabei entstehen neue Minerale; viele Keramiktypen bilden auch eine Glasphase. Die Temperaturen beim Brand betragen etwa: bei Ziegeln und Töpferware 1 000 ºC, bei Steingut, Steinzeug und Weichporzellan 1 200 ºC, bei Hartporzellan 1 400 ºC, bei feuerfester Keramik 1 400-1 700 ºC; sie liegen zum Teil auch wesentlich darüber. Bestimmte Typen glasierter Keramik erfordern zwei Brände.
 
 3) Medizin: volkstümliche Bezeichnung für das Absterben von Gewebe infolge einer Nekrose (Gangrän). Davon abzugrenzen ist der durch Bakterien (Clostridien) hervorgerufene Gasbrand.
 
 4) Phytopathologie: Brandkrankheiten.
 
II
Brạnd,
 
1) [brænt], Dollar, eigentlich Adolph Johannes Brand, muslimischer Name Abdụllah Ibrahim, südafrikanischer Jazzpianist und -komponist, * Kapstadt 9. 10. 1934; zunächst von Duke Ellington und T. Monk beeinflusst, prägte Brand in den 60er-Jahren eine eigenständige Stilistik aus, in der die rhythmisch-melodischen Muster der südafrikanischen Kwela-Musik und eine an die europäische Romantik anknüpfende Harmonik zusammenfanden. Brand komponierte u. a. die Jazzoper »Kalahari« (1982).
 
 2) Hennig, Alchimist des 17. Jahrhunderts in Hamburg; anfangs Soldat, später angeblich Arzt. Auf der Suche nach dem Stein der Weisen erhielt er 1669 durch Glühen von eingedampftem Urin unter Luftabschluss eine Substanz, die im Dunkeln leuchtete und deshalb Phosphor genannt wurde. Auf Veranlassung von G. W. Leibniz wurde Brand 1678 vorübergehend nach Hannover geholt, um Phosphor in größeren Mengen herzustellen.

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Brạnd, der; -[e]s, Brände [mhd., ahd. brant, zu mhd. brinnen, ahd. brinnan, ↑brennen]: 1. a) großes, vernichtendes Feuer, Feuersbrunst, Schadenfeuer: ein verheerender, furchtbarer, riesiger B.; ein B. bricht aus, schwelt, wütet, greift um sich; einen B. verursachen, [an]legen, anfachen, löschen, ersticken, eindämmen; Während der Zeit, in der er den B. präpariert habe, habe er wie unter einem unausweichlichen Zwang gestanden (Chotjewitz, Friede 282); b) das Brennen, In-Flammen-Aufgehen: beim B. der Scheune sind mehrere Tiere umgekommen; etw. in B. halten/erhalten (dafür sorgen, dass es weiterbrennt); Der Schuppen geriet in B. (fing Feuer u. begann zu brennen; Alt, Frieden 62); Ü den B. (geh.; die heftige u. schmerzliche Leidenschaft) der Liebe, des Hasses, des Ehrgeizes [im Herzen] spüren; *in B. setzen/stecken (in zerstörerischer Absicht anzünden): die Scheune in B. setzen/stecken; seine Pfeife in B. setzen (scherzh. veraltend; den Tabak in ihr zum Brennen bringen); c) <meist Pl.> etw. Brennendes: Brände auf jmdn., auf etw. schleudern, werfen. 2. (Handw.) das Brennen (6 a): der B. von Ziegeln, von Porzellan; dass Villeroy & Boch zum B. seiner Erzeugnisse nur Gas aus heimischer Steinkohle oder Naturgas verwendet (Saarbr. Zeitung 29./30. 12. 1979, 5). 3. (landsch.) Heizmaterial, Hausbrand: keinen B. mehr im Keller haben. 4. (ugs.) starker Durst: seinen B. mit Bier löschen; einen tüchtigen B. haben, bekommen; Du hast ein Feuer in dir, das mit Saufen nicht mehr zu löschen ist, du brauchst immer schärfere Sachen für den B. (Fels, Unding 236). 5. <o. Pl.> a) (Med.) Absterben von Gewebszellen: trockener B. (infolge von Durchblutungs- u. Ernährungsstörungen); feuchter B. (infolge hinzutretender bakterieller Fäulnis); den B. haben, bekommen; Vielleicht stirbt der Fuß ab, kommt B. hinein, sie werden ihn ins Spital tragen und den Fuß abtrennen (Loest, Pistole 12); b) (Biol.) eine bes. durch Pilze hervorgerufene Pflanzenkrankheit: der Baum, das Getreide ist vom B. befallen. ∙ 6. <o. Pl.> das Branden; Brandung: an dem Ufer ruhig mögen wir den B. der Wellen mit Verwundrung schauen (Schiller, Demetrius II, 1).

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

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